INTERNATIONALITÄT

exkursion_athen_2013bIn einem so kleinen Fach wie der Objektrestaurierung ist der Blick über den nationalen Tellerrand von Anfang an selbstverständlich gewesen. Die überwiegende Zahl der Studienlektüre liegt in englischer Sprache vor. Die BA-Studierenden werden ermutigt, einen Teil der im Studienverlauf vorgesehenen externen Praxis in ausländischen Institutionen abzuleisten. Im MA-Studium bieten sich dazu die Projektarbeiten an. Auch reguläre Auslandssemester an entsprechenden Restaurierungshochschulen sind problemlos mit dem Studienplan vereinbar. Wegen der Unterrichtssprache Deutsch ist der Studiengang bei SchweizerInnen besonders beliebt. Austauschstudierende im ERASMUS-Programm kamen aus Österreich, Schweiz, Ungarn, Frankreich und Estland zu uns.

Einen festen Platz bei den Auslandskontakten nehmen auch die jährlichen Exkursionen im Oktober ein. Der Besuch von Partnerhochschulen und gemeinsame Colloquien mit den dortigen Studierenden führten uns nach Budapest (2000, 2007), Kopenhagen (2001), Amsterdam (2003, 2013), Wien (2004), London (2009), Athen (2010), Istanbul (2012) und Prag (2014).

Zu unseren Internationalen Fachtagungen zur Objektrestaurierung, den Objects Conservation Colloquia, konnten wir auch zahlreiche Vortragende und Teilnehmer aus dem Ausland begrüßen. Gelegentlich laden wir auch Gäste zu den Stuttgarter Akademievorträgen zur Restaurierung ein.

Um international nicht an Sprachbarrieren zu scheitern, gewinnt mittlerweile auch das Englische als Publikationssprache für Stuttgarter Veröffentlichungen zur Objektrestaurierung zunehmend an Bedeutung. Häufig gehen Publikationen auch auf Tagungsbeiträge im Ausland zurück. Stuttgarter Vortragende sind gern gesehene Gäste bei den internationalen Fachkonferenzen der Arbeitsgruppen MetalsGlass & Ceramics und Waterlogged Organic Archaeological Materials oder bei den Triennial Conferences des Restaurierungskommittees des Weltmuseumrates (ICOM-CC). – Beiträge zur Bildung von Magnesiumsphosphaten auf Elfenbein, zu Glasbruchmustern, zum Einsatz von Komplexbildnern auf Bronzefunden, zur CT an Schwertern und zum Vorkommen von Kupferhydroxid auf Artefakten fanden Eingang in die weltweit führende Fachzeitschrift Studies in Conservation.

Die zahlreichen im Verlaufe des Studiums geknüpften internationalen Kontakte haben übrigens einen sehr erfreulichen Nebeneffekt: eine beträchtliche Zahl von AbsolventInnen konnte berufliche Chancen im Ausland nutzen.