PRAXISPROJEKTE BA

Die praktische Restaurierung steht im Mittelpunkt des Restaurierungsstudiums. Während die MA-Studierenden Objekte individuell nach ihren eigenen Interessen vorschlagen können, folgen die Restaurierungsprojekte im BA-Studium dem sechssemestrigen Material-Zyklus der Vorlesung zur Werkstoffkunde und -geschichte. (Nur die Erstsemester restaurieren abweichend davon jeweils vor allem Keramiken in den Partnerwerkstätten des Landesmuseums Württemberg, des Linden-Museums und der Archäologischen Denkmalpflege.) Jeder hat sein eigenes Objekt zur Bearbeitung, kann aber auch anders gelagerte Problemstellungen durch Austausch in der BA-Gruppe kennen lernen. Die Gegenstände werden unter didaktischen Gesichtspunkten dafür von der Werkstattleitung ausgewählt und von den Museen zur Bearbeitung in der Akademiewerkstatt ausgeliehen. Begleitet wird die Restaurierung durch Seminare zur Kunsttechnologie und zur Konservierungstechnik, Workshops mit Spezialisten, praktischen Übungen zur Herstellungstechnik in den künstlerischen Werkstätten der Akademie und oft auch durch Exkursionen.

Erst wenn die kulturhistorische Bedeutung des Objekts, seine Herstellung und die vorliegenden Schäden erfasst wurden, kann man Möglichkeiten zu konservatorischen Eingriffen abwägen und einen Restaurierungsplan aufstellen. Der muss dann bis zu Semesterende am Objekt praktisch umgesetzt oder modifiziert werden. Denn im Folgesemester wartet schon das nächste Objekt…