Wissen wollen

11. Stuttgarter Kolloquium zur Objektrestaurierung
am 9. Nov. 2017 (Vortag des Mastertags 2017)

Wissen wollen

Stuttgarter Forschungen zur Objektrestaurierung

Alle Jahre wieder (abgesehen von den Forschungssemestern 2009 und 2014) lädt der Studiengang Objektrestaurierung zu seinen Colloquien. Die Themenfindung will dabei normalerweise lange im Voraus bedacht sein, zuletzt ging es um „Glass Deterioration“ (2015) und „Wet Wood Conservation“ (2016). Ganz anders 2017: Hier ergab sich das Thema von selbst, nämlich die eigene Forschung im Studiengang. Seit Verleihung des Promotionsrechts 2002 hat sie eine neue Qualität und Intensität erreicht. Gerade sind vier Promotionen erfolgreich abgeschlossen worden, andere laufende haben Fortschritte gemacht. Damit verbunden wurden Drittmittelprojekte erfolgreich abgeschlossen, andere neu eingeworben. Allen Beteiligten gemeinsam ist der Drang zu neuen Erkenntnissen, eben das „Wissen wollen“. Diesem Bedürfnis folgend haben die Doktorand*innen Vieles andere zurückgestellt. Jetzt kann geerntet werden!

Auf unserem elften Colloquium werden die Forschenden aus ihrer Arbeit berichten. Die Themenvielfalt illustriert die vielen Facetten der Objektrestaurierung. Restaurator*innen leisten Beiträge zu den klassischen Geisteswissenschaften wie der Theorie der Denkmalpflege, der Archäologie (Heuneburg) oder der Geschichtsschreibung (Bronzerestaurierung). Sie verwenden naturwissenschaftliche Methoden um die Herstellung von Objekten (Gasblasen in Glas, Damaszierung, Grünspan) zu verstehen. Mit Röntgenstrahlung, Ramanlasern, Elektronen und Neutronen sind sie dem Zerfall auf der Spur (Schwarze Flecken, Glas-induzierte Metall-korrosion, Rost). Die Konservierungstechnik haben sie mit Forschung zur Gefriertrocknung von Nassfunden, Glasfüllmassen und Eisenentsalzung vorangebracht.

Wir freuen uns auf die Diskussionen mit Ihnen über den Stand der Forschung und Desiderate!